Seit vielen Jahren schon neigte sie sich dem See zu: eine der Eichen mit Kletterstufen und „Tarzan-Seil“ für den Sprung junger und junggebliebener Badender ins frische Nass. Künftig wird der Baum anderen Lebewesen als Ruheplatz, Jagdansitz, Unterschlupf, Futter-, vielleicht Rendevouzplatz dienen. In der geschützten kleinen Bucht, die jetzt zwischen Ufer und Wurzelscheibe liegt, können sich Pflanzen als dauerhafter Uferschutz ansiedeln, kann vielleicht der Anfang eines weiteren Schilfbereiches entstehen, Lebensort für Insekten und Vögel; sofern nicht menschliche Füße dies verhindern.
Neue Strukturen für Tiere und Pflanzen: in den See gesunkene Eiche, 15. Juni 2026; Foto: R. Neuber
Vermutlich ist auch dies ein Werk der hiesigen Nutriafamilien, denn seit Wochen schon ließ eine Senke im Weg eine lange Nutria-Röhre erahnen. Da der Weg hier breit genug ist,
Wegabschnitt mit Wurzelscheibe der umgesunkenen Eiche, 14. Juni 2026; Foto: B. Glockemann
ist die aktuelle Stolpergefahr für Spaziergänger problemlos zu beheben, wenn die fleißigen Bauhofmitarbeiter den Gang öffnen und stabil verfüllen, so wie sie es bereits an anderen Stellen erfolgreich getan haben. Schade für die Eiche und die badenden Tarzans, schön für die Natur am und im See.
27. Juni 2026, Brunhild Glockemann
