{"id":346,"date":"2016-02-24T13:55:48","date_gmt":"2016-02-24T12:55:48","guid":{"rendered":"http:\/\/caputhersee.de\/content\/?p=346"},"modified":"2016-02-24T13:59:02","modified_gmt":"2016-02-24T12:59:02","slug":"wasserfloehe-statt-silberkarpfen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/caputhersee.de\/content\/2016\/02\/24\/wasserfloehe-statt-silberkarpfen\/","title":{"rendered":"Wasserfl\u00f6he statt Silberkarpfen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Artikel in der PNN vom 16.02.2016<\/strong><br \/>\n<strong>Mehr Durchblick f\u00fcr den Caputher See <\/strong><\/p>\n<p><strong>Wasserfl\u00f6he statt Silberkarpfen<\/strong><\/p>\n<p>von Henry Klix<br \/>\nBald doppelte Sichttiefe f\u00fcr den Caputher See? Nichts scheint unm\u00f6glich, nachdem der See der Gemeinde Schwielowsee geh\u00f6rt. In diesem Jahr soll ein Sanierungskonzept erstellt werden.<br \/>\nSchwielowsee &#8211; Der Caputher See geh\u00f6rt endg\u00fcltig der Gemeinde: Seit Dezember steht Schwielowsee als Eigent\u00fcmer des Sees im Grundbuch. F\u00fcr B\u00fcrgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) ist es einer der wichtigsten Erfolge des vergangenen Jahres. Jahrelang hatte die Gemeinde darum gek\u00e4mpft, Zugriff auf den vom Bund als Eigent\u00fcmer vernachl\u00e4ssigten Waldsee zu bekommen, der sogar einmal zu kippen drohte. Dann schlie\u00dflich war der Caputher See einer von 65, die das Land vom Bund \u00fcbertragen bekam und einer von 17, die kostenlos an die Kommunen weitergereicht wurden. Auch die angrenzenden Wegefl\u00e4chen wurden an die Gemeinde Schwielowsee \u00fcbertragen, all das ist jetzt amtlich.<br \/>\nF\u00fcr den schon vor f\u00fcnf Jahren gegr\u00fcndeten Caputher See e.V., der sich die Verbesserung der Wasserqualit\u00e4t auf die Fahnen geschrieben hat, sei es der Startschuss f\u00fcr ein umfassendes Sanierungsprogramm, sagte Vereinschef Frank Pl\u00fccken am gestrigen Montag gegen\u00fcber den PNN. Noch in diesem Jahr sei geplant, bei Fachleuten ein Sanierungskonzept in Auftrag zu geben. Wenn alle Beteiligten mitziehen und F\u00f6rderquellen erschlossen werden k\u00f6nnen, k\u00f6nnte im kommenden Jahr mit der Seesanierung begonnen werden.<br \/>\nCaputher See gilt als schlechtes Beispiel<br \/>\nDer See ist mit Phosphat- und Stickstoffverbindungen angereichert, sie f\u00f6rdern das Algenwachstum. In einem Messprogramm des Landes f\u00fcr ein halbes Dutzend Seen im Land gelte der Caputher See als schlechtes Beispiel, so Pl\u00fccken. Der alte Zufluss vom Lienewitzsee und der Abfluss zur Havel sind ausgetrocknet, das Wasser steht. Der Fischbesatz ist unausgewogen, besonders wegen der vor Jahren eingesetzten asiatischen Silberkarpfen, die den See an sich von Algen befreien sollten, stattdessen aber mit ihrem Kot d\u00fcngen.<br \/>\n\u201eKlar wie ein Alpensee wird der Caputher See niemals werden\u201c, betonte Frank Pl\u00fccken. Dennoch k\u00f6nne man einiges tun. Eine der denkbaren Sanierungsmethoden sei, unsch\u00e4dliche Silikatverbindungen in den See zu kippen. Sie w\u00fcrden die N\u00e4hrstoffe ins Sediment dr\u00fccken und dort binden. \u201eEs w\u00e4re schon sch\u00f6n, wenn wir eine Qualit\u00e4t wie am Gro\u00dfen Lienewitzsee hinbekommen\u201c, so Pl\u00fccken gegen\u00fcber den PNN. Ein gro\u00dfer Erfolg w\u00e4re, wenn man es schafft, die Sichttiefe des Caputher Sees von derzeit einem halben Meter zu verdoppeln. \u201eDas ist aber keine Sache, die in ein, zwei Jahren erledigt ist.\u201c<br \/>\nSchon 250 Silberkarpfen aus dem See gefischt<br \/>\nDer Verein ist in den vergangenen Jahren nicht unt\u00e4tig geblieben, Pl\u00fccken w\u00fcrde sich f\u00fcr die kleine Mannschaft angesichts der anstehenden Aufgaben Verst\u00e4rkung w\u00fcnschen: Die H\u00e4lfte der knapp 20 Vereinsmitglieder macht auch aktiv mit, zum Beispiel dabei, in Kooperation mit dem Fischereip\u00e4chter die Zahl der Karpfen zu dezimieren. Laut Pl\u00fccken sind mit Echolot und Stellnetzen in den vergangenen beiden Jahren bereits 250 der ungeliebten Karpfen aus dem See gefischt worden.<br \/>\nBei einem durchschnittlichen Gewicht von knapp zehn Kilogramm seien das mehr als zwei Tonnen Fisch, eine ganze Menge Fischbouletten. \u201eBis zu 30 Prozent ihres Gewichtes k\u00f6nnen die Karpfen t\u00e4glich fressen und in Form von Nitratverbindungen ausscheiden\u201c, so Pl\u00fccken. So seien dem See mit der Abfischung t\u00e4glich bis zu 600 Kilogramm Algend\u00fcnger entzogen worden, rechnet er vor. Au\u00dferdem h\u00e4tten Wasserfl\u00f6he, die Algen fressen, inzwischen wieder gr\u00f6\u00dfere \u00dcberlebenschancen.<br \/>\nOb Sch\u00e4tzungen des Vereins zutreffen, dass sich noch weitere 500 Silberkarpfen im See befinden, soll in diesem Jahr mit einem besseren Echolot gekl\u00e4rt werden. Weitere Fangkampagnen sollen folgen. Pl\u00fccken glaubt, dass es auch eine positive Wirkung geben wird, wenn die Gemeinde mit den Fischereip\u00e4chtern nun l\u00e4ngerfristige Vertr\u00e4ge schlie\u00dfen kann. Die Binnenfischerei Potsdam hat schon Interesse an einer Bewirtschaftung angemeldet. Bei den Jahresvertr\u00e4gen mit dem Bund h\u00e4tten sich Investitionen in die Regulierung der Fischbest\u00e4nde f\u00fcr die P\u00e4chter kaum gelohnt, so Pl\u00fccken.<br \/>\n10 000 Euro f\u00fcr das Sanierungskonzept<br \/>\nB\u00fcrgermeisterin Hoppe signalisierte gestern, dass hinsichtlich des Pachtvertrages noch in diesem Jahr eine Beschlussvorlage in die Gemeindevertretung gehen wird. F\u00fcr das Sanierungskonzept seien bereits 10 000 Euro im Haushaltsentwurf eingestellt und Hoppe hofft auf Zustimmung.<br \/>\nF\u00fcr sie geht es nach der \u00dcbertragung des Eigentums nun darum, sich mit den Ehrenamtlichen aus dem F\u00f6rderverein und den Gemeindevertretern Gedanken zu machen, wie man den Prozess der Seesanierung weiter positiv begleiten kann und welche Unterst\u00fctzung von Dritten daf\u00fcr zu erwarten ist. Das Sanierungskonzept sei der Anfang, alles Weitere werde sich nur Schritt f\u00fcr Schritt bew\u00e4ltigen lassen, so die B\u00fcrgermeisterin.<br \/>\nAllein, dass mit der Eigentums\u00fcbertragung jetzt die M\u00f6glichkeit dazu besteht, sei schon ein gro\u00dfer Erfolg f\u00fcr die Gemeinde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artikel in der PNN vom 16.02.2016 Mehr Durchblick f\u00fcr den Caputher See Wasserfl\u00f6he statt Silberkarpfen von Henry Klix Bald doppelte Sichttiefe f\u00fcr den Caputher See? 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