Bei einer Probebefliegung über dem Caputher See mit einer Cessna 172 und Aufnahmetests mit hochauflösender Digitalkamera konnten Anfang August erste Aufnahmen der im Caputher See vermuteten Silber-, bzw. Marmokarpfen geschossen werden. Der Caputher See e.V. führt diese Tests durch um zu erkunden, ob und inwieweit über solche Luftaufnahmen auf der Gesamtseefläche der Bestand der in den achziger Jahren besetzen asiatischen Karpfen ermittelt werden kann.
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Archiv des Autors: Frank Plücken
Aktuelle Wasserbeschaffenheit des Caputher Sees
Der Caputher See e. V. hat sich zur Aufgabe gestellt, die Wasserbeschaffenheit unseres fast 50 ha großen Sees zu verbessern.
Seit Jahrzehnten befindet sich der Caputher See in einem stark eutrophierten Zustand. Unter Eutrophierung wird die Anreicherung von Nährstoffen in einem Ökosystem verstanden. In Gewässern bedeutet dies eine Überdüngung von Wasserpflanzen und anderen Organismen, welche die die Photosynthese nutzen (Algen, Blaualgen). Meistens wird die Erhöhung des Nährstoffangebots (insbesondere von Phosphat und Nitrat) durch menschliche Tätigkeiten hervorgerufen, wie z. B. durch Stoffeinträge aus Abwässern oder aus gedüngten landwirt-schaftlichen Nutzflächen. Ein erhöhter Nährstoffeintrag führt zu einer verstärkten pflanzlichen Produktion, die wiederum zur Folge hat, dass die Biomasse der nachgeordneten Konsumen-ten (z. B. tierisches Plankton, Fische) und Destruenten (z. B. Bakterien) wächst. Damit steigt die Masse an organischem Material, das zu Boden sinkt. Bei Sedimentuntersuchungen durch die BTU Cottbus (Lehrstuhl Gewässerschutz) im 2. Halbjahr 2010 wurden in den oberen 15 cm des Sediments mittlere Zuwachsraten von 1,2 bis 1,4 cm pro Jahr nachgewiesen. Diese hohen Werte sind typisch für stark eutrophe Gewässer.
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