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Mühsam nährt sich das Eichhörnchen bzw. der Fischer: 1116 Asiakarpfen aus dem Caputher See seit 2014

Wobei die Gesamtzahl ja für sich spricht und die Fischer Mannheim erstmal die 96 in der dritten Aprilwoche gefangenen Silber- und Marmorkarpfen verarbeiten müssen. Wer Fischbulleten oder Filet kaufen möchte sollte sich am Fischerhof Seddin einfinden. Es gilt: Solange der Vorrat reicht. Im Herbst gibt es die nächste Abfischung.

 

1000er Marke geknackt

In einer kurzen aber nicht uneffektiven Fangaktion in der letzten Novemberwoche 2019 konnten zwei unserer Vereinsmitglieder mit den Fischern Mannheim Senior und Junior  weitere 69 Silber – und 22 Marmorkarpfen aus dem Caputhersee entnehmen. Die Fische werden diesmal alle verarbeitet. Damit haben wir die 1000ender Marke geknackt und liegen derzeit bei 1021 Silber- und Marmorkarpfen, die wir seit Februar 2014 an insgesamt 72 Fangtagen (s. auch Untersuchungen) aus dem See gefischt haben.  Wenn wir 10 kg als Durchschnittsgewicht pro Fisch ansetzen, kommen wir also locker auf über 10 Tonnen Fischbiomasse, die wir dem See entnommen haben. Wenn man bedenkt, dass die Fischer auch in den Vorjahren immer mal wieder auch Fische entnommen haben, ergibt sich ein erschreckendes Bild darüber, was Ende der 80ziger Jahre an Satzfischen in unseren See gekübelt worden ist. Wir wissen auch immer noch nicht, wie viele der asiatischen Karpfen noch im See verblieben sind.

Die Ergebnisse der Nährstoff- und Planktonuntersuchungen 2019 (s. unter Untersuchungen) wurden ergänzt um Erfassungen der im See vorkommenden Unterwasserpflanzen.

Die Ergebnisse zeigen nach wie vor erhebliche Nährstoffüberfrachtungen im See und die Dominanz fädiger Blaualgen, die die im See mittlerweile bekannte braune Färbung verursachen. Jeder Aquarianer oder Gartenteichbesitzer kann sich vorstellen, was es für den Caputhersee bedeutet, nunmehr jahrzehntelang mit einem extremen Überbesatz an sehr groß und alt werdenden Fischen klarkommen zu müssen, die den See mit ihren Hinterlassenschaften nicht nur überdüngt sondern auch durch ihre Art der Nahrungsaufnahme das Plankton völlig aus dem Gleichgewicht gebracht haben.

Es gibt aber auch kleine Hoffnungsfunken. So spricht der Untersuchungsbericht 2019 von kurzzeitigen Verbesserungen der Sichttiefen 2019, dem zumindest zeitweiligen Auftreten von wichtigen Zooplanktonarten, die Gegenspieler der Blaualgen sind und von drei nachgewiesenen Unterwasserpflanzenarten, die für eine Gesundung des Sees entscheidend sein könnten.

Für 2020 werden wir weiter abfischen und durch die Gemeinde Schwielowsee Erfassungen der Sedimentbeschaffenheit des Sees in Auftrag geben. Von diesen erhoffen wir uns weitere Erkenntnisse zur Beurteilung der Selbstheilungskräfte bzw. erforderlichen Sanierungsmaßnahmen.

An dieser Stelle sei auch kurz beleuchtet, dass es aufgrund des trockenen Sommers und der allseits erkennbaren Seespiegelabsenkung nicht zu erheblichen Verschärfungen der Gesamtsituation im See gekommen ist. Wer aktuell am oder auf dem See unterwegs ist, kann auch feststellen, dass die Grundwasserzuströme den Seespiegel fast komplett wieder aufgefüllt haben. Insofern ist, zumindest was diesen Punkt angeht, manchmal das subjektive Empfinden -verständlicherweise- schlimmer als die Realität.

Wir vom Caputhersee e.V. bleiben dran.

Winterbefischung des Caputhersee`s 2018

Und da waren es 930…!   Mit Fischer Mannheim Senior und Junior haben zwei unserer Vereinsmitglieder an fünf  Fangtagen Ende November/ Anfang Dezember 203 Silber- und 11 Marmorkarpfen gefangen. Damit haben wir zwar die 1000ender Marke noch verfehlt, haben aber den Tageshighscore vom Vorjahr geknackt. An einem der Tage konnten alleine 95 der großen Planktonfresser erbeutet werden. Damit sind seit 2014 knapp 10 Tonnen Fischbiomasse, zusätzlich zu dem was die Fischer in den Vorjahren so nebenbei an Silber- und Marmorkarpfen gefangen haben, dem See entnommen.

Die hohen Tagesfänge deuten auf einen immer noch hohen Bestand hin, allerdings sollte sich bei den Gesamtfangzahlen allmählich ein Ausdünnungseffekt zeigen. Wie lange es dauert, bis sich die Planktonzusammensetzung wieder normalisiert und die Nährstoffüberfrachtung des Sees dadurch abgeschwächt werden kann, kann im Moment niemand sagen. Es führt aber kein Weg daran vorbei, die Silber- und Mamorkarpfen so weit es geht zu reduzieren.

Wir hatten mit tatkräftiger Unterstützung zweier Caputher Bürger eine Drohnenbefliegung des Sees im Sommer geplant, bei der wir die Anzahl der noch verbliebenen Silber- und Marmorkarpfen im See aus der Luft erfassen wollten. Dazu hatten wir im Frühsommer, da zwei Drittel des Sees im Naturschutzgebiet „Lienewitz-Caputher-Feucht- und Seengebietskette“ liegen, einen entsprechenden naturschutzrechtlichen Genehmigungsantrag  bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Potsdam Mittelmark gestellt. Leider wurde der Antrag lange nicht und dann gegen eine Gebühr von 102€ ablehnend beschieden.

Das Jahr 2018 war ansonsten -wie überall in Brandenburg- auch in unserem See von extrem niedrigen Wasserständen geprägt. Ob dies Auswirkungen auf die nach wie vor angespannte Nährstoff- und Blaualgensituation des Caputhersee`s hatte, zeigen möglicherweise die auch in diesem Jahr durchgeführten Messungen, deren Ergebnisse wir im Frühjahr 2019 erwarten. Der niedrige Wasserstand könnte sich eventuell zumindest positiv auf die Entwicklung von zwei Unterwasserpflanzenbeständen (Tausendblatt, Hornkraut und Krauses Laichkraut) auf der Südostuferseite ausgewirkt haben, da diese bis zur Wasseroberfläche durchdringen und so viel Licht tanken konnten. Die Unterwasserpflanzen können einen erheblichen Anteil an der Nährstoffreduzierung im See beitragen, sofern sie einen Großteil der Seefläche abdecken. Das ist hier leider noch nicht der Fall.

Unsere Mitglieder erreichten in diesem Jahr öfter Anfragen von Bürgern, ob die niedrigen Wasserstände nicht zum Sammeln vom Müll im Seeuferbereich genutzt werden könnten. Dazu möchten wir auch von hier aus Jeden ermuntern, erkennbaren Unrat (Glas, Betonstücke, Draht, Angelsehnen etc.) einfach eigenständig aus dem See zu entfernen. Dazu Bedarf es keiner Genehmigung oder Vereinsveranstaltung. Unserer Mitgieder machen das regelmäßig.

Wir konzentrieren uns ansonsten im Caputhersee e.V.  derzeit weiterhin auf das Fischereimanagment und die Nährstoffthematik und bleiben dran!

Caputhersee e.V.- Der Vorstand

Herbstabfischung 2017 – sehr erfolgreich!

! 716 und kein Ende in Sicht!

In einer 6 tägigen Fangkampagne konnten wir mit den Fischern Mannheim`s und zum Wohle des Caputhersee`s insgesamt 128  Silber- bzw. Marmorkarpfen verhaften. Damit ergeben sich folgende Zwischenwerte: Seit Februar 2014 konnen wir insgesamt 716 nämlich 585 Silber- und131Marmorkarpfen fangen.  2017 haben wir mit insgesamt 196 Fischen das bisher beste Jahresergebnis erziehlt. Gleichzeitig haben wir mit dem Fang von alleine 78 Fischen am Samstag dem 04.11.2017 den bisherigen Tageshighscore weit übertroffen. Die Fischer müssen diese Menge an Fisch der letzen Woche ! über 1Tonne! erstmal verarbeiten.
Was ergibt sich an Schlußfolgerungen:

  1. Unsere Fangmethoden verbessern sich (learning by doing). Es gab bisher keine Spezialisten die uns Süßwasserfänge in diesen Größenordnungen beibringen konnten.
  2. Die dadurch mittlerweile ermöglichten hohen Fangzahlen bedeuten aber leider gleichzeitig, dass wahrscheinlich noch viel mehr Fische im See sind, als wir annehmen. Wir müssen also den Aufwand und die Ergebnisse 2018 nochmals erhöhen.
  3. Im Vorlauf dazu muss über einen erweiterten Absatz größerer Fischmengen nachgedacht werden.

Im Havelbooten Nr. 10 des 28.Jahrgangs ist ein schöner Artikel zum Caputhersee erschienen. Dank dafür an Jürgen Scheidereiter und Frau Tauber.

Die nunmehr langjährigen Nährstoff- und Planktonuntersuchungen zum See sind für 2017 noch auszuwerten und sollen auch 2018 weiter geführt werden. Mehr dazu im Frühjahr 2018.

Wir danken unseren Mitstreitern und Unterstützern und besonders der Gemeinde Schwielowsee für die gute Zusammenarbeit.

Wir bleiben dran!

Caputhersee e.V. – Der Vorstand

Stand zum Caputher See Mitte 2017

! Und da sind es 580!

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen…und langsam aber beständig fangen wir mit den Fischern weiter Silber- und Marmorkarpfen. In diesem Frühjahr kamen wieder 100 der Riesen in die Netze. In der kommenden Herbstfangkampagne werden wir also die 600erter Marke locker überschreiten. Für 2018 setzen wir uns 1200 als Zielmarke. Wir werden  in den nächsten Wochen aus der Luft versuchen eine erneute Volks-/Karpfenzählung durchzuführen.

Nährstoffuntersuchungen aus 2016 zeigen, dass seeinterne Freisetzungen von Phospat als Algennährstoff eins der Probleme des Sees darstellen. Hinderlich für eine Seegenesung sind in diesem Zusammenhang  die über Jahrzehnte aufgebauten, teilweise mehr als meterdicken und großflächigen Schlammauflagen. Nur dort im Südostbecken, wo Grundwasserströme durchs Sediment drücken, ist hartes, sandiges Bodensubstrat vorhanden. Dies sind auch Bereiche in denen Tausenblatt- und Hornkrautbestände versuchen sich zu halten, aufgrund der zu schlechten Lichtdurchdringung aber nicht entwickeln können.

Mit der Gemeinde haben wir  uns eng abgestimmt um eine Ausschreibung für eine Machbarkeitsstudie betreffend Sanierungsmaßnahmen vorzubereiten. Die Nährstoff- und Planktonmessungen werden 2017 fortgesetzt um kontinuierliche Datenreihen zu gewährleisten. Weiter soll die Seewassernutzung durch an- und umliegende Grundstücke erfaßt werden.

Der Caputhersee e.V. bleibt dran.

Aktueller Stand zum Caputher See Ende 2016

!Und da warens 480…!

Die herbstliche Fangaktion 2016 brachte mit 50 entnommenen Silberkarpfen einen  weiteren Fortschritt auf dem Weg zur Verbesserung des Seezustands. Mit Unterstützung der Gemeinde konnten optimierte Stellnetze beschafft und in Unterstützung der Fischer erfolgreich getestet werden. In der nächsten geplanten Abfischungskampagne im Frühjahr 2017 werden diese in größerem Umfang zum Einsatz kommen. Ziel ist es, den verbliebenen Bestand nochmal  um mindestens 500 Silber- bzw. Marmorkarpfen zu reduzieren. Dann soll eine erneute Luftbilderfassung zeigen, wie der Restbestand einzuschätzen ist. Die letzten  Luftbilder lassen auf einen noch immer sehr hohen Bestand schließen. Die parallel zur Befischung laufenden Nährstoff- und Plantkonmessungen zeigen immer deutlicher, dass die möglichst umfassende Entnahme der Planktonfiltrierer wahrscheinlich der Schlüsselfaktor auf dem weiteren Weg ist. Nach den vorliegenden Daten zum Phospor- und Stickstoffhaushalt, müsste der See an sich in einem besseren Zustand sein. Offenbar sind die im Plankton des Caputersee`s immer noch dominierenden sog. fädigen Blaualgen im Stande, die vorhandenen Nährstoffe optimal für sich zu nutzten. Hinzu kommt, dass ihre Fressfeinde im Zooplantkon von den filtrierenden Silber- und Marmorkarpfen stark reduziert werden. Wenn sich nach Reduktion des Karpfenbestandes wieder vermehrt Blaualgen fressende Kleintierarten im Plankton etablieren können und  die Sichttiefe erhöht wird, können sich Unterwasserpflanzen, die zur Zeit nur an zwei Stellen im See kleinflächig vor sich hinmickern, wieder in lichtdurchflutenten Flachwasserbereichen ausbreiten und ihrerseits dazu beitragen, Nährstoffe zu binden.

Insofern gehen wir mit zunehmender Gewissheit davon aus, dass wir die Selbstheilungskräfte des Sees wieder herstellen können, wenn die beiden Karpfenarten auf ein Minimum reduziert wurden.  Also heißt unsere Devise: „An die Netze  im Frühjahr 2017!“

!Über 430 Silber- und Marmorkarpfen abgefischt!

  • Zusammen mit den Fangergebnissen von 2014 (158) und 2015 (122) konnten wir schon in diesem Frühjahr bis Anfang Mai in einer sehr aufwendigen Fangkampagne zusammen mit dem Fischereibetrieb Mannheim nochmals 152 Silber- bzw. Marmorkarpfen – das Gesamtergebnis liegt also bei sage und schreibe 432 Stück –  mit Stellnetzen aus dem See fischen. Bei einem Durchschnittsgewicht von 10kg pro Exemplar liegen wir also weit über 4 Tonnen Fischbiomasse, die wir dem Seeökosystem entzogen haben.
  • Bis zu 30% ihres Gewichtes könnten die planktonfiltrierenden Silber- bzw Marmorkarpfen täglich fressen und in Form von Nitratverbindungen ausscheiden. Mit den bereits durchgeführten Abfischungen haben wir also erhebliche Mengen an Algennährtstoffen entzogen und die Chancen dass sich wieder vermehrt und in höherer Artenzahl tierische Planktonarten einstellen, die die Blaualgendominanz reduzieren, sind erhöht. Ein Beitrag zur Verbesserung der Nährstoffbilanz und Planktonzusammensetzung des See.  Verbesserungen werden sich aber erst mittelfristig feststellen lassen.
  • Welche ökologischen Schäden unsachgemäß in Gewässer freigesetzte Silberkarpfen verursachen können, kann man sich u.a. hier anschauen  http://www.spiegel.de/spiegel/a-754932.html
  • Mit dem Fischereibetrieb ist nun seitens der Gemeinde ein langfristiger Fischereipachtvertrag abgeschlossen worden, an dessen Ausgestaltung der Caputher See e.V. mitwirken konnte. Das gibt beiderseitige Planungssicherheit auf dem weiteren Weg der Seesanierung.
  • Für die letzten fünf Jahre unserer Vereinstätigkeit und die Aktivitäten unseren See betreffend kann man resümieren: Geduld und Beständigkeit kosten Kraft aber zahlen sich eben oft auch aus, auch wenn bis zur Verbesserung der Wasserqualität im See noch ein gutes Stück Weg zu gehen sein wird. Hervorheben möchten wir, die sehr gute Zusammenarbeit und enge Abstimmung mit der Gemeinde Schwielowsee z.B. im Hinblick auf die Eigentumssicherung.
  • Für 2016 stehen an: Zusatzmessungen der Grundwasserzuströme und der Sedimentbeschaffenheit,  Erarbeitung einer Sanierungskonzeption auf der Grundlage der nunmehr vorliegenden, langjährigen Messungsergebnisse, Vorbereitung von Fördermittelanträgen,  Steuerung der künftigen Fischereiausrichtung sowie in diesem Zusammenhang weitere Abfischungsmaßnahmen.
  • Vorliegende, aktuelle Teilgutachten sowie eine Diplomarbeit bestätigen nach wie vor zu hohe Nährstoffgehalte im See und Unwuchten im Artenspektrum des Planktons.
  • In Koordination mit dem Landesumweltamt konnten kontinuierliche Nährstoffuntersuchungen abgesichert werden. Die Gesamtwasserbilanz einschließlich Zu- und Abflussmengen, Grundwasserdurchströmung und damit zusammenhängende Fragen der Seewassererneuerung sind noch zu beleuchten.
  • Wir bitten auch um Verständnis, dass unsere bisher wenigen Schultern nicht alle mit dem See zusammenhängen Fragen buckeln können, wir sind aber immer für Informationen, Rückkopplungen und Unterstützung sehr dankbar.

Wir danken allen Mitstreitern, Kooperationspartnern, Förderern und Interessierten und bleiben dran!

Caputher See e.V.
Der Vorstand


 

Artikel in der PNN vom 16.02.2016
Mehr Durchblick für den Caputher See

Wasserflöhe statt Silberkarpfen

von Henry Klix
Bald doppelte Sichttiefe für den Caputher See? Nichts scheint unmöglich, nachdem der See der Gemeinde Schwielowsee gehört. In diesem Jahr soll ein Sanierungskonzept erstellt werden.
Schwielowsee – Der Caputher See gehört endgültig der Gemeinde: Seit Dezember steht Schwielowsee als Eigentümer des Sees im Grundbuch. Für Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) ist es einer der wichtigsten Erfolge des vergangenen Jahres. Jahrelang hatte die Gemeinde darum gekämpft, Zugriff auf den vom Bund als Eigentümer vernachlässigten Waldsee zu bekommen, der sogar einmal zu kippen drohte. Dann schließlich war der Caputher See einer von 65, die das Land vom Bund übertragen bekam und einer von 17, die kostenlos an die Kommunen weitergereicht wurden. Auch die angrenzenden Wegeflächen wurden an die Gemeinde Schwielowsee übertragen, all das ist jetzt amtlich.
Für den schon vor fünf Jahren gegründeten Caputher See e.V., der sich die Verbesserung der Wasserqualität auf die Fahnen geschrieben hat, sei es der Startschuss für ein umfassendes Sanierungsprogramm, sagte Vereinschef Frank Plücken am gestrigen Montag gegenüber den PNN. Noch in diesem Jahr sei geplant, bei Fachleuten ein Sanierungskonzept in Auftrag zu geben. Wenn alle Beteiligten mitziehen und Förderquellen erschlossen werden können, könnte im kommenden Jahr mit der Seesanierung begonnen werden.
Caputher See gilt als schlechtes Beispiel
Der See ist mit Phosphat- und Stickstoffverbindungen angereichert, sie fördern das Algenwachstum. In einem Messprogramm des Landes für ein halbes Dutzend Seen im Land gelte der Caputher See als schlechtes Beispiel, so Plücken. Der alte Zufluss vom Lienewitzsee und der Abfluss zur Havel sind ausgetrocknet, das Wasser steht. Der Fischbesatz ist unausgewogen, besonders wegen der vor Jahren eingesetzten asiatischen Silberkarpfen, die den See an sich von Algen befreien sollten, stattdessen aber mit ihrem Kot düngen.
„Klar wie ein Alpensee wird der Caputher See niemals werden“, betonte Frank Plücken. Dennoch könne man einiges tun. Eine der denkbaren Sanierungsmethoden sei, unschädliche Silikatverbindungen in den See zu kippen. Sie würden die Nährstoffe ins Sediment drücken und dort binden. „Es wäre schon schön, wenn wir eine Qualität wie am Großen Lienewitzsee hinbekommen“, so Plücken gegenüber den PNN. Ein großer Erfolg wäre, wenn man es schafft, die Sichttiefe des Caputher Sees von derzeit einem halben Meter zu verdoppeln. „Das ist aber keine Sache, die in ein, zwei Jahren erledigt ist.“
Schon 250 Silberkarpfen aus dem See gefischt
Der Verein ist in den vergangenen Jahren nicht untätig geblieben, Plücken würde sich für die kleine Mannschaft angesichts der anstehenden Aufgaben Verstärkung wünschen: Die Hälfte der knapp 20 Vereinsmitglieder macht auch aktiv mit, zum Beispiel dabei, in Kooperation mit dem Fischereipächter die Zahl der Karpfen zu dezimieren. Laut Plücken sind mit Echolot und Stellnetzen in den vergangenen beiden Jahren bereits 250 der ungeliebten Karpfen aus dem See gefischt worden.
Bei einem durchschnittlichen Gewicht von knapp zehn Kilogramm seien das mehr als zwei Tonnen Fisch, eine ganze Menge Fischbouletten. „Bis zu 30 Prozent ihres Gewichtes können die Karpfen täglich fressen und in Form von Nitratverbindungen ausscheiden“, so Plücken. So seien dem See mit der Abfischung täglich bis zu 600 Kilogramm Algendünger entzogen worden, rechnet er vor. Außerdem hätten Wasserflöhe, die Algen fressen, inzwischen wieder größere Überlebenschancen.
Ob Schätzungen des Vereins zutreffen, dass sich noch weitere 500 Silberkarpfen im See befinden, soll in diesem Jahr mit einem besseren Echolot geklärt werden. Weitere Fangkampagnen sollen folgen. Plücken glaubt, dass es auch eine positive Wirkung geben wird, wenn die Gemeinde mit den Fischereipächtern nun längerfristige Verträge schließen kann. Die Binnenfischerei Potsdam hat schon Interesse an einer Bewirtschaftung angemeldet. Bei den Jahresverträgen mit dem Bund hätten sich Investitionen in die Regulierung der Fischbestände für die Pächter kaum gelohnt, so Plücken.
10 000 Euro für das Sanierungskonzept
Bürgermeisterin Hoppe signalisierte gestern, dass hinsichtlich des Pachtvertrages noch in diesem Jahr eine Beschlussvorlage in die Gemeindevertretung gehen wird. Für das Sanierungskonzept seien bereits 10 000 Euro im Haushaltsentwurf eingestellt und Hoppe hofft auf Zustimmung.
Für sie geht es nach der Übertragung des Eigentums nun darum, sich mit den Ehrenamtlichen aus dem Förderverein und den Gemeindevertretern Gedanken zu machen, wie man den Prozess der Seesanierung weiter positiv begleiten kann und welche Unterstützung von Dritten dafür zu erwarten ist. Das Sanierungskonzept sei der Anfang, alles Weitere werde sich nur Schritt für Schritt bewältigen lassen, so die Bürgermeisterin.
Allein, dass mit der Eigentumsübertragung jetzt die Möglichkeit dazu besteht, sei schon ein großer Erfolg für die Gemeinde.

Presseartikel im Havelboten am 24.09.2014

Am 4. September hat Herr Görke, der Finanzminister des Landes Brandenburg,in einer kurzen Zeremonie den Caputher See an die Gemeinde Schwielowsee übergeben und eine entsprechende Urkunde an die Bürgermeisterin Kerstin Hoppe überreicht. Die Tageszeitungen berichteten aus führlich darüber.

Damit können wir nun mit Fug und Recht von „unserem“ See sprechen. Die Überreichung der Urkunde schließt einen langen Weg ab, von den Plänen der BVVG zur Veräußerung vieler Seen und Waldflächen aus dem Bundesvermögen über langwierige Verhandlungen bis zum Kauf der Seen durch das Land Brandenburg. Und weiter ging es mit Diskussionen, wie das Land mit den Liegenschaften umgehen wird. Stiftungsmodelle wurden in Erwägung gezogen, Begehrlichkeiten vom Landesangelverband einerseits und Naturschutzverbänden andererseits waren im Gespräch. Dass nun unser Konzept und unsere Forderung, die Übernahme des Caputher Sees durch die Gemeinde Realität wurde, ist der Beharrlichkeit des Caputher See e.V. und der Gemeindeverwaltung zu verdanken.
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Schöner See aber auch Patient

Finanzausschuss des Landtages stimmt Übergabe von einigen BVVG- Seen an Kommunen zu

http://www.maz-online.de/Brandenburg/Caputher-See-nun-in-Gemeindehand

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Abfischung

In den ersten Abfischungskampagnen dieses Jahres konnten bislang über 150 Silber- und 5 Marmorkarpfen durch Mitglieder des Caputhersee e.V. im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Fischer Mirko Mannheim aus dem Caputher See gefischt werden (s. auch unter Bilder). In anderen Beiträgen haben wir berichtet, dass die im See vorhandenen Silberkarpfenbestände einen stark negativen Einfluss auf den Zustand des Caputher See haben. Um dessen Selbstheilungskräfte wieder in Gang zu bringen, sind weitere Abfischungen in diesem Jahr vorgesehen. Luftbilder aus 2013 belegen dass mindestens 500 Silberkarpfen im See sind, wahrscheinlich aber mehr. Aufgrund der Größe (bis 1 Meter Körperlänge und 13 kg Gewicht)  und Kampfkraft der Silberkarpfen sind die Abfischungsmaßnahmen sehr aufwendig. Die Fische werden, mit vom Verein gekauften, speziellen Stellnetzen gefangen, mit kleinen Booten zu einem Hälternetz transportiert und dann schubweise vom Fischer in Frischwassercontainern zum Fischereihof gebracht. Das Gute an der Kooperation des Caputher See e.V.  mit dem Fischer: Jeder Fang ist ein Stück auf dem Weg zur Seesanierung und der Fischer kann die abgefischten Silberkarpfen verwerten, so dass keine Verschwendung von Fischbiomasse stattfindet. Wir bitten an dieser Stelle Anwohner des Sees um Verständnis, dass es gelegentlich und öfter als sonst zu Geräuschentwicklung durch einen kleinen Außenbordmotor kommt. Aufgrund der Gewichte und aus Tierschutzgründen ist ein rascher, schonender Transport der Fische unter Motoreinsatz erforderlich. Der Verein beabsichtigt die Anschaffung eines Elektromotors und würde sich hierfür wie auch zur Durchführung weiterer Maßnahmen über Spenden freuen.

Allen Anglern sei an dieser Stelle gesagt, dass mit Eigentumsübertragung des Sees an die Gemeinde Schwielowsee und Fischereiverpachtung an den Fischereibetrieb Mannheim  Angelmöglichkeiten zu vernünftigen Konditionen abgesichert werden (z.B. verbilligte Angelmöglichkeiten für Jugendliche und Rentner, Vergabe von Tages und Wochenkarten oder Ähnliches; wir sind hier für Vorschläge offen). Was auf Dauer aber nicht geht, dass einige wenige die letzten Hechte und Zander aus dem See systematisch rausangeln. Im Gegenteil, damit der Raubfischbestand sich erholen kann, sind wahrscheinlich auch Zeiten der Selbstbeschränkung (verlängerte Schonzeiten; Mitnahmeobergrenzen) erforderlich. Jedem dem der See am Herzen liegt wird hierfür Verständnis aufbringen.

Caputher See e.V.    Der Vorstand

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Beitrag zum Caputher See im Potsdam TV

http://www.potsdam.tv/mediathek/22180/Caputher%20See.html

Beitrag zum Caputher See im Deutschlandradio

http://www.deutschlandradiokultur.de/wem-gehoert-deutschland-ein-see-fuer-jedermann.1046.de.html?dram:article_id=284191

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15.04.2014   114 Silberkarpfen abgefischt

Der Fischereicrew des Caputhersee e.V. Carsten Bastian, Andreas Heller und Frank Plücken ist es gelungen in Zusammenarbeit mit dem FIscher Mirko Mannheim insgesamt 114 Silberkarpfen und 4 Marmorkarpfen mit Stellnetzen an 10 anstrengenden Fangtagen abzufischen. Die Maßnahmen fanden zwischen dem 05.03. und 15.04.2014 statt. Zahlreiche Fische lagen bei ca. 9 kg, während die Größeren mit über 90 cm Länge teilweise 13 kg auf die Waage brachten. „Wir haben ca. 1 Tonne asiatischer Karpfen eigenhändig im Auftrag des Fischers aus dem See geholt!“  so Fank Plücken Vorsitzender des Caputhersee e. V.. „Und das besonders Gute, es ist eine win-win Situation.  Für die Gesundung des Sees ein erster wichtiger Schritt. Gleichzeitig konnten die Fischer von der Fischerei Seddin durch die Verwertung der durch die Vereinsmitglieder des Caputhersee eV ehrenamtlich gefangenen Fische den Familienbetrieb sichern. Das werden wir fortführen. Wir gehen noch von mehreren hundert möglicherweise über 1000 Silberkarpfen im See aus, die das Plankton und die Nährstoffüberfrachtung des Sees negativ beeinflussen.“

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Presseartikel im Havelboten am 19.03.2014

Wie geht es weiter mit dem Caputher See?
Fast vier Jahre sind vergangen, dass sich derVerein Caputher See e.V.gegründet hat.
Unser Anliegen ist nach wie vor die kostenlose Übertragung des Sees an die Gemeinde Schwielowsee und Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität diese Gewässers.
Ein Jahr nach unserer Gründung haben wir uns an die Caputher und Schwielowseeer Öffentlichkeit gewandt und über unsere Absichten berichtet. Danach haben wir weiter im Stillen gearbeitet, weil es lange nicht klar war, wie das Land mit den 65 Seeen, die von der BVVG erworben wurden, umgehen wird.Mittlerweile sind wir, nachdem Unklarheiten mit Landkreis ausgeräumt wurden, ziemlich sicher, dass die kostenlose Übertragung auf die Gemeinde Schwielowsee nur noch eine Frage der Zeit ist. Das stimmt uns sehr froh. Der Caputher See e.V. hat in letzten Jahren Messungen der Seebeschaffenheit durch Kooperation mit Fachinstitutionen organisiert, u.a. mit dem Institut für Binnenfischerei, dem Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz und der Universität Potsdam, Fachbereich Geoökologie. Bei den Untersuchungen hat sich gezeigt, dass sich die Gesamtsituation des Sees unverändert ungünstig darstellt. Es gibt eine Nährstoffüberfrachtung, wir stellen ganzjährig eine geringe Sichttiefe fest und registrieren zu geringe Sauerstoffwerte im Sommer.
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Presseartikel in der PNN am 03.02.2014

Caputher See geht bald an die Gemeinde
Schwielowsee – Das Land Brandenburg wird den Caputher See kostenlos an die Gemeinde Schwielowsee übertragen. Es bestehe Klarheit über diese Lösung, teilte der Landtagsabgeordnete Andreas Bernig (Linke) gestern mit. Dass die Übertragung wie berichtet noch nicht vollzogen wurde, begründete Bernig mit offenen Fragen, die es für andere Seen noch gibt, die sich im Landesbesitz befinden und an Kommunen übertragen werden sollen.
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Presseartikel in der PNN am 26.04.2013

Lösung für Caputher See in Sicht
Schwielowsee – Die Gemeinde Schwielowsee hat gute Chancen, den Caputher See und die angrenzenden Waldflächen kostenlos übertragen zu bekommen. Das sagte Kämmerin Ute Lietz auf der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend. Das Land sei nicht nur bereit, den See kostenlos an die Gemeinde zu übertragen. Es setze sich auch für eine Lösung für die angrenzenden Flächen ein, die noch dem Bund gehören.
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Presseartikel in der MAZ am 23.04.2013

Kein Ende im Seen-Streit: Angler fordern freien Zugang
Kommunen und Verbände planen Stiftung / Kritik an Naturschutzpolitik des Landes
POTSDAM – Der Streit um den Erwerb von Seen durch das Land geht in eine neue Runde. Während das Potsdamer Finanzministerium mit dem Bund bereits über den Kauf weiterer 36 märkischer Gewässer verhandelt, ist noch immer unklar, wer Zugriff auf das erste Seen-Paket erhält. Kommunen, Angler und Fischer fordern, dass die 65 im Vorjahr erworbenen Seen mit einer Fläche von 3200 Hektar einer Stiftung übertragen werden. „Wir wollen Zugang für die touristische Nutzung und keine neuen Naturreservate“, sagte der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Karl-Ludwig Böttcher, gestern. Er will die Stiftung mit dem Angler- und dem Fischereiverband gründen.
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Presseartikel in der MOZ am 19.03.2013

Seenübertragung klemmt
Potsdam (MOZ) Im vergangenen Sommer einigte sich Brandenburg mit dem Bund, 65 ehemals volkseigene Seen für 3,74 Millionen Euro zu übernehmen. Sie sollten kostenlos an Kommunen oder an Nutzer übergeben werden. Nun sollen 20 davon für Naturschutzzwecke reserviert bleiben. Dagegen regt sich Widerstand.
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Presseartikelin der MAZ am 09.03.2013

Caputh soll kein Griebnitzsee werden
POTSDAM / SCHWIELOWSEE – Der Caputher See und seine Uferwege müssen öffentlich zugänglich bleiben und dürfen nicht in Privathand gegeben werden. In dieser Forderung sind sich die Gemeindeverwaltung Schwielowsee, der Ortsbeirat Caputh sowie der Verein Caputher See einig. Doch wer das etwa 50 Hektar große Gewässer übernehmen wird, ist derzeit noch völlig offen. Das Land Brandenburg hat bekanntlich 65 Seen von der Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) gekauft. Derzeit wird geprüft, welche Seen in Landeshand bleiben und welche an Kommunen oder Institutionen übergeben werden sollten. Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, die Gewässer einer noch zu gründenden Stiftung des Landesangler- und des Fischereiverbandes zu übertragen und die Kommunen um eine Stellungnahme dazu gebeten.
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Presseartikel in der PNN am 08.03.2013

Caputher See ist sauberer geworden
Schwielowsee – Der Zustand des Caputher Sees hat sich seit den 90er Jahren verbessert. Die Gefahr, dass der Waldsee kippt, scheint vorerst gebannt, dennoch ist er weiter stark mit Phospat- und Stickstoffverbindungen belastet. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des brandenburgischen Landesumweltamtes. Die Behörde hat in den vergangenen zwei Jahren beispielhaft vier unterschiedlich belastete Brandenburger Seen beprobt, der Caputher See sollte als schlechtes Beispiel herhalten. Das ist er auch noch.
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Presseartikel in der PNN am 20.02.2013

Anglerstiftung soll Seen übernehmen
In Caputh trifft die neue Idee auf ein geteiltes Echo
Schwielowsee – Brandenburgs Seen in der Hand einer Stiftung der Angler – die Idee hat der Städte- und Gemeindebund Brandenburg (SGB) mit dem Landesanglerverband entwickelt. Die Gespräche dazu würden gerade beginnen, sagte SGB-Geschäftsführer Karl-Ludwig Böttcher den PNN. Wie es genau gehen kann, soll jetzt mit den Kommunen und dem Land besprochen werden. In Caputh wird bereits lebhaft über die Idee diskutiert – das Echo fällt unterschiedlich aus.
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Presseartikel in der MAZ am 15.08.2012

Gemeinde begrüßt See-Kauf
Finanzierung der Pflege noch unklar
SCHWIELOWSEE – Die Gemeinde Schwielowsee und der Förderverein Caputher See äußern sich erfreut darüber, dass der Caputher See mit weiteren anderen Gewässern vom Land Brandenburg erworben wurde (MAZ berichtete). „Es ist unser Wunsch seit vielen Jahren, dass der See und das Ufer öffentlich zugänglich bleiben“, sagt Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU). Die Gemeinde wartet nun auf eine öffentliche Bekanntmachung des Landes Brandenburg, denn die Kommune wurde laut Hoppe vom Ministerium bisher nicht offiziell über den Erwerb und die weitere Verfahrensweise informiert. Nach den Worten von Hoppe ist der jetzt erfolgte Erwerb von Seiten des Landes zwar ein entscheidender und richtiger Schritt, dem aber weitere Festlegungen folgen müssten. Denn bisher ist offen, wie Sanierungen, Pflegearbeiten und die Bewirtschaftung des Sees finanziert werden können.
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Presseartikel in der MAZ am 14.08.2012

Baden für alle
Das Land Brandenburg verspricht für die 65 vom Bund gekauften Seen den freien öffentlichen Zugang
POTSDAM – Warnendes Beispiel für Brandenburgs Politiker war stets der idyllisch gelegene Wandlitzsee im Barnim. Den kaufte vor neun Jahren ein Investor aus Nordrhein-Westfalen. Der wiederum gründete eine Aktiengesellschaft und ab sofort war es mit der See-Idylle für die Anlieger vorbei. Sie wurden zur Kasse gebeten und sollten für Bade- und Bootsstege Aktien kaufen oder Miete zahlen. Wer nicht mitspielte, sah sich vor Gericht wieder.
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Presseartikel in der MAZ am 31.07.2012

Seenkauf perfekt Land erwirbt 65 Seen für vier Millionen Euro
POTSDAM – Die jahrelangen Verhandlungen um Brandenburgs Seenkauf sind nun endgültig abgeschlossen. Bund und Land hatten sich bereits im Juni grundsätzlich auf eine „Paketlösung“ geeinigt (MAZ berichtete). Diese ist jetzt auch offiziell unterzeichnet worden. Danach kauft Brandenburg dem Bund 65 Seen für 3,74 Millionen Euro ab.
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Presseartikel in der MAZ am 22.06.2012

Perfekt: Brandenburg kauft 80 Seen Das Land zahlt knapp vier Millionen Euro an den Bund
Das Land zahlt knapp vier Millionen Euro an den Bund POTSDAM – Das jahrelange Tauziehen um eine Privatisierung von Seen und Gewässern in Brandenburg ist zu Ende. Das Land Brandenburg wird nach MAZ-Informationen 80 der 128 zum Kauf angebotenen Seen und Teilgewässer in Landeseigentum übernehmen. Der mit dem Bund ausgehandelte Kaufpreis beträgt knapp vier Millionen Euro. Er liegt damit deutlich unter den Summen, die im Vorfeld gehandelt wurden.
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Presseartikel in der MAZ am 28.02.2012

Caputher See bleibt öffentlich
Gemeinde und Förderverein erleichtert / Land will das Gewässer kaufen
CAPUTH – Für Schwielowsees Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) fällt mit der geplanten Übergabe des Caputher Sees an das Land Brandenburg „eine Riesenhürde“. Die Bodenverwertungs- und -verwaltungs-Gesellschaft (BVVG) will 120 Gewässer – darunter den Caputher See – an Brandenburg verkaufen (MAZ berichtete). „Wir kämpfen seit Jahren um eine endgültige Lösung für den See und wollen, dass alle an seinem Ufer spazieren gehen können. Jetzt hoffen wir, dass das Land später auch Eigentümer bleibt“, sagt Hoppe. Die BVVG hatte den See schon ausgeschrieben und wollte 140 000 Euro dafür haben. Dass Schwielowsee den See nicht kaufte, sei weniger eine Frage des Preises als vielmehr das Problem der Folgekosten für die Renaturierung und anschließende Unterhaltung gewesen, so Hoppe.
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Artikel in der MAZ am 25.02.2012

Brandenburg kauft 120 Seen vom Bund
Bis Jahresmitte sollen die Gewässer in Landeshand sein und frei zugänglich bleiben

POTSDAM – Brandenburger Gewässer sollen weiterhin für jedermann zugänglich sein: Noch in diesem Halbjahr will das Land 120 Seen vom Bund erwerben. Die Kaufverhandlungen stehen offenbar kurz vor dem Abschluss.

„Wir sind auf einem guten Weg“, sagte die Sprecherin der bundeseigenen Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG), Constanze Fiedler, gestern der MAZ. Die BVVG vermarktet die ehemals volkseigenen Agrarflächen. Einige Details müssten laut Fiedler noch geklärt werden, sie gehe aber davon aus, dass das Geschäft „in nächster Zeit über die Bühne geht“.

„Wir biegen auf die Zielgerade ein“, bestätigte gestern der Sprecher des Potsdamer Landwirtschaftsministeriums, Jens-Uwe Schade. Allerdings müsse das Land noch einige Hausaufgaben erledigen. Minister Jörg Vogelsänger (SPD) muss im Kabinett und dann mit dem Koalitionspartner den Kauf absprechen. Die Linke hatte darauf gedrungen, dass die Seen kostenlos an das Land gehen. Auch der Fachausschuss im Landtag soll noch sein Votum abgeben.

Über die Kaufsumme schweigen sich beide Seiten noch aus. Mecklenburg-Vorpommern hatte 2011 für ein Paket von 37 Seen 1,86 Millionen Euro gezahlt. Rechnet man diese Summe auf die 120 märkischen Seen hoch, kommt man auf rund sechs Millionen Euro. Jeder See hat eine Größe von mehr als fünf Hektar. Darunter sind bei Touristen und Anglern beliebte Areale wie der Mellensee (Teltow-Fläming), der Caputher See (Potsdam-Mittelmark), der Motzener See

Presseartikel in der PNN am 25.02.2012

Zugang auf Dauer gesichert
Zugang auf Dauer gesichert Unter den 120 Seen, die das Land vom Bund übernehmen wird, ist auch der Caputher See. In der Gemeinde Schwielowsee atmet man auf und hofft, die Sanierung in Angriff nehmen zu können

Schwielowsee – Aufatmen in Schwielowsee: Das Land Brandenburg hat sich mit der Bundesregierung auf den Ankauf von 120 Seen geeinigt, auch der Caputher See ist im Verkaufspaket (PNN berichteten). „Das war genau, wofür wir uns seit vielen Jahren eingesetzt haben“, sagte Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) gestern gegenüber den PNN. Nicht nur in ihrer Gemeinde bestand die Befürchtung, dass die bundeseigene Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) den See privatisieren könnte und der öffentliche Seezugang versperrt wird. Negatives Beispiel: der Wandlitzsee, wo Kommune und Anrainer für die weitere Nutzung von Strandbad und Stegen an den neuen Eigner zahlen sollten. „Mit einem Verkauf an das Land ist der öffentliche Zugang zum Caputher See auf Dauer gesichert“, ist sich Bürgermeisterin Hoppe gewiss.
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Presseartikel in der PNN am 24.02.2012

Land in Sicht beim Streit um die Seen
Land in Sicht beim Streit um die Seen Brandenburg übernimmt vom Bund 120 Gewässer. Damit bleiben sie weiter zugänglich und touristisch nutzbar
Potsdam – Jetzt sind Brandenburgs Seen sicher. Das Land wird 120 Seen aus dem Bestand des Bundes kaufen. Noch laufen die Gespräche zwischen der bundeseigenen Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH und Fachleute im Haus von Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD). Es müssen noch Details geklärt werden, wie den PNN von beiden Seiten bestätigt wurde. Doch das Ministerium geht fest davon aus, dass das Geschäft bis Mitte dieses Jahres perfekt ist. Über die genaue Kaufsumme haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Es soll sich dem Vernehmen nach um einen Betrag im einstelligen Millionenbereich handeln. Bei allen 120 Gewässern oder Teilstücken aus früherem Treuhandbesitz geht es um jeweils mehr als fünf Hektar. „Wir biegen in die Zielgerade ein“, sagte ein Ministeriumssprecher.
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Presseartikel im Havelboten am 21.12.2011

Spendengeld für den See in Not
Spendengeld für den See in Not Einen symbolischen Scheck über 550 Euro überreichte vor ein paar Tagen die Caputher Malerin Oda Schielicke an den Vorsitzenden des Caputher See e.V., Frank Plücken. „Ich habe alles, wenn ihr mir etwas zu meinem runden Geburtstag schenken wollt, dann würde ich mich über Geld freuen, das ich einem Caputher Verein zur Verfügung stellen würde“, sagte die Künstlerin all ihren Freunden und Bekannten. So geschah es dann auch. „Ich lebe hier an diesem See und sehe mich in der Pflicht, mitzuhelfen, dass er eines Tages doch saniert werden kann. Darum bemüht sich schließlich der Verein“, findet Oda Schielicke. „Wer arbeiten, etwas erreichen will, der braucht Geld“, meint sie. „Na klar ist das so“, antwortete Frank Plücken. „Wir können nur von unseren Mitgliedsbeiträgen und Spenden ,leben‘.“ 2010 hatte sich der Verein auf Anregung von Dipl.-Med. Holger Teichmann gegründet mit dem Ziel, den See und die herumführenden Wege als öffentliches Eigentum für die Allgemeinheit zu erhalten und jede Art von Privatisierung zu verhindern. Darüber hinaus will sich der Verein für eine Verbesserung der Wasserqualität und für eine naturverträgliche öffentliche Nutzung einsetzen.
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Presseartikel in der Süddeutschen Zeitung am 21.07.2011

Erst Volkseigentum, dann lange vergessen: Im Osten feilschen Bund und Länder um Hunderte Gewässer
Berlin Der Marmorkarpfen ist ein scheuer Genosse, er ist vielleicht auch nicht blöd, so genau weiß man das nicht. Er zeigt sein breites Kreuz jedenfalls nicht, zieht seine Kreise unter dem Ruderboot von Frank Plücken, irgendwo in dieser kaffeebraunen Brühe, die keinen Blick freigibt. Der Marmorkarpfen, sagt Frank Plücken, muss raus.
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Presseartikel im Tagesspiegel am 19.07.2011

Der Bund will Seen verkaufen – aber das Land nichts dafür zahlen
Viele Seen in Brandenburg sind dringend sanierungsbedürftig. Ob das Problem mit dem Verkauf des Allgemeinguts zu lösen ist, wird zunehmend zum Diskussions-Gegenstand.
Frank Plücken sind die Hände gebunden. Sein Patient liegt vor seiner Haustür, helfen kann er ihm nicht. „Der Caputher See ist extrem mit Nährstoffen überfrachtet und muss dringend saniert werden. Früher hatten wir Sichttiefen von bis zu 1,50 Meter, heute sind es weniger als 50 Zentimeter“, berichtet der Vorsitzende des Vereins Caputher See. Mit der Gemeinde Schwielowsee (Potsdam-Mittelmark) und dem ansässigen Fischereibetrieb will der Verein das ökologische Gleichgewicht des Gewässers wiederherstellen und den Caputher See zu einem Badesee machen, der die touristische Attraktivität des anerkannten Kurortes erhöht. Doch bislang können Plücken und die anderen nur zuschauen, wie sich jährlich der Algenteppich vergrößert.
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Presseartikel im Havelboten am 13.10.2010

Kleinod in Seenot – Caputher See e.V. stellt sich vor
Der in diesem Jahr neugegründete Caputher See e.V. hatte am 30. September zur ersten Infoveranstaltung in die Gaststätte Wolff, Caputh eingeladen.
Nach einführenden Worten vom 2. Vorsitzenden des Vereins Jürgen Scheidereiter , der die Hintergründe der Vereinsgründung und Ziele des Vereins , insbesondere das Engagement des Vereins für eine Sicherung des Caputher Sees in öffentlicher Hand erläuterte, referierte der Vereinsvorsitzende Frank Plücken über die Entwicklung und ökologische Situation des Caputher Sees sowie über erforderliche Schritte für eine Sanierung des Sees und Aufgaben aus Sicht des Vereins in diesem Zusammenhang.
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Presseartikel im Havelboten am 07.07.2010

Die Erfrischung vor der Haustür ist schützenswert, neuer Verein gegründet
„Das beste Wasser, was die Sauberkeit betrifft, gibt es im Caputher See. Das entschädigt für fehlendes ausgedehntes Strandleben…“ So endete meine Sonntagsreportage im August 1964 für den „Potsdamer Blick“. Mit dem Moped unternahm ich damals eine Tour durch den Kreis Potsdam-Land bei über 30 Grad im Schatten. Das sind allerdings 46 Jahre her. Denn nun machen sich Alt- und Neu-Caputher Sorgen um das Kleinod. Sorgen, weil es ihrer Meinung nach in „Seenot“ geraten ist. „Im März dieses Jahres hatte sich der ,Caputher See e.V.’ mit Sitz im Schwielowsee-Ortsteil Caputh gegründet, der jetzt vom Vereinsgericht anerkannt wurde“, berichtete der Caputher Ortsvorsteher Jürgen Scheidereiter. Er gehört dem Vorstand nach dem Vorsitzenden Frank Plücken als dessen Stellvertreter an. Carsten Bastian erhielt als Schatzmeister das Vertrauen der Mitglieder. „Ziel unserer Arbeit ist eine naturverträgliche Nutzung des Caputher Sees einschließlich des direkten Wegebereiches sowie seine dauerhafte Eigentumssicherung in öffentlicher Hand“, sagte weiterhin Scheidereiter. „Der See soll seiner Erholungsfunktion und seiner Bedeutung als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie als Erholungsreservoir und Platz zum Genießen einzigartiger Landschaftsbilder zunehmend wieder besser gerecht werden. Dazu ist auch eine enge Kooperation mit Behörden und Institutionen, insbesondere der Gemeinde Schwielowsee, notwendig.“
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Presseartikel in der MAZ am 03.07.2010

Abwässer belasten Kleinod / Neuer Verein macht sich für Sanierung stark
Bei 27 Grad Wassertemperatur ist der Caputher See gegenwärtig für geduldete Badegäste fast keine Erfrischung mehr. Auch die Sichttiefe mit teils nur 50 Zentimeter und illegale Einleitungen von Abwässern machen den Mitgliedern des Vereins Caputher See große Sorgen. „Wir müssen unbedingt etwas tun, damit sich der See wieder erholt“, sagt der Vereinsvorsitzende Frank Plücken.
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Presseartikel in der PNN am 03.07.2010

Rettungsring für Caputher See
Neuer Verein will Sichttiefe auf 1,50 Meter verdreifachen und helfen, die öffentliche Nutzung zu sichern
Schwielowsee – Mit den Lienewitzseen, dem Plessower See oder dem Glindowsee kommt er schon lange nicht mehr mit. Das soll sich ändern: Ein neuer Verein will für den braun getrübten Caputher See die Sichttiefe auf wenigstens 1,50 Metern verdreifachen. Einer Seeprivatisierung soll vorgebeugt werden: Auch künftig soll man in dem von Eichen flankierten Waldsee baden und ihn umrunden können, sagte Vereinschef Frank Plücken gestern bei einem Pressegespräch. Das 54 Hektar große Gewässer, das der bundeseigenen Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH gehört, steht zum Verkauf.
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